GPLcontemporary | Gerold Tusch
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Gerold Tusch

In seiner künstlerischen Praxis inszeniert Gerold Tusch historisches Formenrepertoire aus einem zeitgenössischen Verständnis heraus und lenkt so die Aufmerksamkeit auf die etwas überholten Genres von Dekor und Kunsthandwerk, die zumeist eine Nebenrolle in der Kunstgeschichte eingenommen haben. Häufig bedient er sich barocker Formen, denen – weil sie hauptsächlich der Repräsentation oder Glorifizierung dienten – oftmals lediglich die Rolle zierenden Beiwerks zugeschrieben wird. In einem Prozess des Herauslösens und Neuverhandelns dieser Formen entwickelt Tusch eigenständige Positionen. Er löst ornamentale oder dekorative Objekte wie Prunkvasen, Arabesken, Rocaillen oder vielfältige florale und vegetabile Elemente aus ihrem Kontext, isoliert sie, prüft ihre formale wie inhaltliche Wirkung und setzt sie gestalterisch ein. Durch die Emanzipation vom ursprünglichen, zweckgebundenen Zusammenhang entstehen eigenständige Formen, die der Künstler in keramischen Skulpturen ausarbeitet.

(www.belvedere.at)

download CV

download Text Peter Weiermair

download Text Lorand Hegyi